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TeamSpeak 6 Server unter Ubuntu/Debian installieren

von aNDJESUS·08/12/2026

Spawnpunkt hat den Community-Server im August 2026 von TeamSpeak 3 auf TeamSpeak 6 umgestellt. Der Server ist inhaltlich einfacher aufgebaut als TS3, läuft aber noch in der Beta-Phase — hier die Kurzfassung, wie man ihn unter Ubuntu/Debian selbst aufsetzt.

Wichtig zu wissen, bevor du startest

  • TeamSpeak 6 Server ist aktuell Beta (Stand August 2026) — kein finales Release.
  • Die kostenlose Version ist auf 32 gleichzeitige Nutzer begrenzt. Die Non-Profit-Lizenz für mehr Slots gibt es für TS6 noch nicht (nur für TS3) — laut TeamSpeak "still in development".
  • Es gibt keine klassische Raw-ServerQuery (Telnet, Port 10011) mehr — nur noch SSH-Query und WebQuery (REST-API über HTTP/JSON).
  • TS3- und TS6-Clients/Server sind nicht kompatibel — TS6-Server brauchen den TS6-Client (Verbindungslink: teamspeak://server-adresse).

1. Voraussetzungen

64-bit Ubuntu/Debian-Server, root- bzw. sudo-Zugriff, und ausreichend RAM (ca. 512 MB reichen für einen kleinen Community-Server).

2. Server herunterladen und entpacken

Aktuelle Version von der offiziellen GitHub-Releases-Seite laden (teamspeak/teamspeak6-server) — hier als Beispiel Version 6.0.0-beta12.1:

bash
mkdir -p /opt/teamspeak6 && cd /opt/teamspeak6
curl -sL -o ts6.tar.xz "https://github.com/teamspeak/teamspeak6-server/releases/latest/download/teamspeak6-server-linux-amd64.tar.xz"
tar -xJf ts6.tar.xz
chmod +x tsserver

Anders als bei TS3 liegt das Binary direkt im Archiv-Root (kein umschließender Ordner) — beim Entpacken NICHT --strip-components verwenden.

3. Eigenen Systembenutzer anlegen

Der Server sollte nicht als root laufen:

bash
useradd -r -m -d /opt/teamspeak6 -s /usr/sbin/nologin teamspeak
chown -R teamspeak:teamspeak /opt/teamspeak6

4. Lizenz akzeptieren und Erststart

Beim allerersten Start werden ServerQuery-Zugangsdaten und ein API-Key für WebQuery ausgegeben — das passiert nur EINMAL, unbedingt sichern:

bash
cd /opt/teamspeak6
sudo -u teamspeak ./tsserver \
  --accept-license=accept \
  --query-ssh-enable=1 --query-ssh-ip=127.0.0.1 \
  --query-http-enable=1 --query-http-port=12080 --query-http-ip=127.0.0.1

In der Konsolenausgabe erscheinen einmalig: der ServerAdmin-Privilegienschlüssel (für den TS6-Client), der ServerQuery-Login "serveradmin" mit Passwort, und der WebQuery-API-Key. Danach mit Strg+C beenden und als Dienst einrichten (Schritt 5).

5. Als systemd-Dienst einrichten

Datei /etc/systemd/system/teamspeak6.service anlegen:

bash
[Unit]
Description=TeamSpeak 6 Server
After=network.target

[Service]
Type=simple
User=teamspeak
WorkingDirectory=/opt/teamspeak6
ExecStart=/opt/teamspeak6/tsserver --accept-license=accept --query-ssh-enable=1 --query-ssh-ip=127.0.0.1 --query-http-enable=1 --query-http-port=12080 --query-http-ip=127.0.0.1
Restart=always
RestartSec=5

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Aktivieren und starten:

bash
systemctl daemon-reload
systemctl enable --now teamspeak6.service

6. Firewall

Diese Ports müssen erreichbar sein:

  • UDP 9987 — Voice (Standard-Port für den ersten virtuellen Server)
  • TCP 30033 — Dateitransfer
  • TCP 10022 — SSH-Query (nur für Admin-Tools, am besten nur von localhost/VPN erreichbar)
  • TCP 12080 — WebQuery/REST-API (nur für Admin-Tools bzw. den eigenen Webserver, NICHT öffentlich freigeben; bewusst NICHT 10080, der TS6-Standardport — der steht auf der Fetch-Spec-Sperrliste und wird von Node/Browsern blockiert)
bash
ufw allow 9987/udp
ufw allow 30033/tcp

7. Verbinden

Mit dem TeamSpeak-6-Client verbinden über die Server-Adresse, oder per Link im Browser:

bash
teamspeak://deine-server-adresse?port=9987

Den einmalig ausgegebenen ServerAdmin-Privilegienschlüssel im Client unter Rechtsklick auf den Server → "Privilegienschlüssel verwenden" eingeben, um Admin-Rechte zu erhalten.

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