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Rust-Dedicated-Server unter Ubuntu einrichten

von Spawnpunkt System·09/04/2026
Linux Tutorial

Rust-Dedicated-Server unter Ubuntu

Ein eigener Rust-Server unter voller Kontrolle — Karte, Wipe-Zeitplan und Regeln selbst bestimmen, statt auf fremde Server angewiesen zu sein.

SteamCMD-InstallationEigener Server-UserDauerbetrieb als systemd-Service
Betriebssystem
Ubuntu / Debian
Schwierigkeit
Fortgeschritten
RAM-Empfehlung
mind. 6-8 GB

Voraussetzungen

Empfohlene Mindestausstattung

  • 64-Bit Ubuntu (22.04 oder neuer)
  • Mindestens 6-8 GB RAM (mehr bei großen Kartengrößen)
  • Mindestens 10-15 GB freier Speicherplatz
  • sudo-Zugriff

SteamCMD installieren

Rust-Server sind 32-Bit-abhängige Bibliotheken (i386) nötig — die Multiverse-Paketquelle aktivieren und SteamCMD installieren:

bash
sudo add-apt-repository multiverse
sudo dpkg --add-architecture i386
sudo apt update
sudo apt install -y lib32gcc-s1 steamcmd

apt install steamcmd fragt interaktiv die Steam-Lizenzbedingungen ab — im Terminal mit Pfeiltasten/Tab bestätigen. Bei einer rein automatisierten Installation vorher DEBIAN_FRONTEND=noninteractive setzen.

Eigenen Server-User anlegen

Den Server nicht als root betreiben — ein eigener, eingeschränkter User ist sicherer:

bash
sudo useradd -m rustserver
sudo su - rustserver

Server-Dateien herunterladen

Als rustserver-User (aus dem vorigen Schritt) die Rust-Dedicated-Server-Dateien laden:

bash
steamcmd +force_install_dir ~/rust +login anonymous +app_update 258550 validate +quit

Das dauert je nach Verbindung einige Minuten — SteamCMD lädt mehrere Gigabyte herunter.

Server manuell testen

bash
cd ~/rust
./RustDedicated -batchmode \
  +server.port 28015 \
  +server.identity "myserver" \
  +rcon.port 28016 \
  +rcon.password "changeme" \
  +server.hostname "Mein Rust Server" \
  +server.level "Procedural Map" \
  +server.worldsize 3000 \
  +server.seed 12345 \
  +server.maxplayers 50

Mit Strg+C wieder beenden, sobald der Server erfolgreich hochgefahren ist — als Nächstes läuft er dauerhaft über systemd.

Firewall-Ports freigeben

Als eigener sudo-User (nicht als rustserver) ausführen:

bash
sudo ufw allow 28015/udp

Den RCON-Port (28016) nicht öffentlich in der Firewall freigeben, sofern keine externe RCON-Anbindung gebraucht wird — sonst ist die Admin-Konsole von außen angreifbar.

Als systemd-Service dauerhaft betreiben

Datei /etc/systemd/system/rustserver.service als root anlegen:

ini
[Unit]
Description=Rust Dedicated Server
After=network.target

[Service]
User=rustserver
WorkingDirectory=/home/rustserver/rust
ExecStart=/home/rustserver/rust/RustDedicated -batchmode +server.port 28015 +server.identity "myserver" +server.hostname "Mein Rust Server" +server.level "Procedural Map" +server.worldsize 3000 +server.maxplayers 50
Restart=on-failure

[Install]
WantedBy=multi-user.target
bash
sudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now rustserver

Logs live verfolgen:

bash
journalctl -u rustserver -f

Nützliche Befehle

Rust-Server-Referenz

Server neu starten
sudo systemctl restart rustserver
Server stoppen
sudo systemctl stop rustserver
Live-Logs verfolgen
journalctl -u rustserver -f
Server-Dateien aktualisieren
steamcmd +force_install_dir ~/rust +login anonymous +app_update 258550 validate +quit

Rust erhält an jedem ersten Donnerstag im Monat ein großes Update (üblicherweise mit Force Wipe) — die App-ID 258550 stammt aus der offiziellen Facepunch-Dokumentation, im Zweifel vor dem produktiven Einsatz gegen die aktuelle Rust-Wiki-Dokumentation gegenprüfen.

Server läuft

Der Rust-Server startet automatisch bei jedem Server-Neustart über systemd. Server-IP + Port 28015 an eure Community weitergeben.

SteamCMD installiertsystemd-Service aktivFirewall konfiguriert