
Rust-Dedicated-Server unter Ubuntu
Ein eigener Rust-Server unter voller Kontrolle — Karte, Wipe-Zeitplan und Regeln selbst bestimmen, statt auf fremde Server angewiesen zu sein.
- Betriebssystem
- Ubuntu / Debian
- Schwierigkeit
- Fortgeschritten
- RAM-Empfehlung
- mind. 6-8 GB
Voraussetzungen
Empfohlene Mindestausstattung
- 64-Bit Ubuntu (22.04 oder neuer)
- Mindestens 6-8 GB RAM (mehr bei großen Kartengrößen)
- Mindestens 10-15 GB freier Speicherplatz
- sudo-Zugriff
SteamCMD installieren
Rust-Server sind 32-Bit-abhängige Bibliotheken (i386) nötig — die Multiverse-Paketquelle aktivieren und SteamCMD installieren:
sudo add-apt-repository multiverse
sudo dpkg --add-architecture i386
sudo apt update
sudo apt install -y lib32gcc-s1 steamcmdapt install steamcmd fragt interaktiv die Steam-Lizenzbedingungen ab — im Terminal mit Pfeiltasten/Tab bestätigen. Bei einer rein automatisierten Installation vorher DEBIAN_FRONTEND=noninteractive setzen.
Eigenen Server-User anlegen
Den Server nicht als root betreiben — ein eigener, eingeschränkter User ist sicherer:
sudo useradd -m rustserver
sudo su - rustserverServer-Dateien herunterladen
Als rustserver-User (aus dem vorigen Schritt) die Rust-Dedicated-Server-Dateien laden:
steamcmd +force_install_dir ~/rust +login anonymous +app_update 258550 validate +quitDas dauert je nach Verbindung einige Minuten — SteamCMD lädt mehrere Gigabyte herunter.
Server manuell testen
cd ~/rust
./RustDedicated -batchmode \
+server.port 28015 \
+server.identity "myserver" \
+rcon.port 28016 \
+rcon.password "changeme" \
+server.hostname "Mein Rust Server" \
+server.level "Procedural Map" \
+server.worldsize 3000 \
+server.seed 12345 \
+server.maxplayers 50Mit Strg+C wieder beenden, sobald der Server erfolgreich hochgefahren ist — als Nächstes läuft er dauerhaft über systemd.
Firewall-Ports freigeben
Als eigener sudo-User (nicht als rustserver) ausführen:
sudo ufw allow 28015/udpDen RCON-Port (28016) nicht öffentlich in der Firewall freigeben, sofern keine externe RCON-Anbindung gebraucht wird — sonst ist die Admin-Konsole von außen angreifbar.
Als systemd-Service dauerhaft betreiben
Datei /etc/systemd/system/rustserver.service als root anlegen:
[Unit]
Description=Rust Dedicated Server
After=network.target
[Service]
User=rustserver
WorkingDirectory=/home/rustserver/rust
ExecStart=/home/rustserver/rust/RustDedicated -batchmode +server.port 28015 +server.identity "myserver" +server.hostname "Mein Rust Server" +server.level "Procedural Map" +server.worldsize 3000 +server.maxplayers 50
Restart=on-failure
[Install]
WantedBy=multi-user.targetsudo systemctl daemon-reload
sudo systemctl enable --now rustserverLogs live verfolgen:
journalctl -u rustserver -fNützliche Befehle
Rust-Server-Referenz
sudo systemctl restart rustserversudo systemctl stop rustserverjournalctl -u rustserver -fsteamcmd +force_install_dir ~/rust +login anonymous +app_update 258550 validate +quitRust erhält an jedem ersten Donnerstag im Monat ein großes Update (üblicherweise mit Force Wipe) — die App-ID 258550 stammt aus der offiziellen Facepunch-Dokumentation, im Zweifel vor dem produktiven Einsatz gegen die aktuelle Rust-Wiki-Dokumentation gegenprüfen.
Server läuft
Der Rust-Server startet automatisch bei jedem Server-Neustart über systemd. Server-IP + Port 28015 an eure Community weitergeben.

