
Portainer installieren
Portainer gibt Docker eine übersichtliche Weboberfläche — Container starten/stoppen, Logs ansehen, Compose-Stacks verwalten, alles per Mausklick statt per Kommandozeile.
- Betriebssystem
- Ubuntu / Debian
- Schwierigkeit
- Einsteiger
- Dauer
- ~10 Minuten
Voraussetzung: Docker
Portainer läuft selbst als Docker-Container und verwaltet darüber alle anderen Container auf dem Host. Ohne installiertes Docker geht daher nichts — siehe unseren separaten Docker-Grundlagen-Artikel, falls Docker noch fehlt.
Voraussetzungen
- Docker + Docker Compose bereits installiert
- sudo-/Root-Zugriff
- Freier Port 9443 (HTTPS-Weboberfläche)
Portainer starten
Zuerst ein eigenes Docker-Volume für Portainers Daten anlegen, damit die Konfiguration einen Container-Neustart übersteht:
docker volume create portainer_dataDanach Portainer selbst starten:
docker run -d \
-p 8000:8000 -p 9443:9443 \
--name portainer \
--restart=always \
-v /var/run/docker.sock:/var/run/docker.sock \
-v portainer_data:/data \
portainer/portainer-ce:latest
Portainer bekommt über den gemounteten Docker-Socket (/var/run/docker.sock) volle Kontrolle über alle Container auf dem Host — vergleichbar mit Root-Rechten. Den Zugang zur Weboberfläche entsprechend absichern (starkes Passwort, ggf. per Reverse-Proxy zusätzlich schützen).
Ersteinrichtung
Weboberfläche im Browser öffnen (selbstsigniertes Zertifikat, daher zunächst eine Sicherheitswarnung):
https://<server-ip>:9443Beim ersten Aufruf einen Admin-Benutzer mit Passwort anlegen, danach "local environment" auswählen, um den eigenen Docker-Host zu verwalten.

Was man damit tun kann
Über die Weboberfläche lassen sich Container starten/stoppen/neu erstellen, Logs live verfolgen, in eine laufende Shell im Container springen, Images und Volumes aufräumen und komplette Docker-Compose-Stacks als "Stacks" verwalten — inklusive Bearbeiten der YAML-Datei direkt im Browser.

Nützliche Befehle
Portainer-Referenz
docker psdocker logs portainerdocker restart portainerdocker stop portainer && docker rm portainerPortainer ist einsatzbereit
Docker lässt sich jetzt komplett über den Browser verwalten. Für mehrere Server lohnt sich Portainers "Edge Agent", um sie alle zentral über eine Instanz zu steuern.

